Ziel und Aktionen der Gleichstellungskommission
Die Gleichstellungskommission setzt sich dafür ein, dass der Frauenanteil im Landtag gestärkt wird und sich dem angestrebten Soll von 50% Frauen im Parlament nähert.
Seit der Einführung des Frauenstimm- und Wahlrechts im Jahr 1984 sind nun bald 25 Jahre vergangen. Der Erfolg der Frauen in der Politik nimmt sich auch nach dieser Periode immer noch eher bescheiden aus. Von den 25 Landtagsmandaten konnten die Frauen 1997 ein Mandat erobern, 2001 drei Mandate und 2005 sechs Mandate. Die Landtagswahlen 2005 haben zu einer Verdoppelung des Frauenanteils im Landtag geführt. Dieser Mandatszuwachs ist zu einem grossen Teil günstigen Umständen zu verdanken, basiert also nicht vollständig auf verändertem Wahlverhalten oder veränderten Einstellungen der Wähler/innen gegenüber der Frauen in der Politik. Eine Besserstellung der Frauen in der Politik zeichnet sich ab, trotzdem ist Politik in Liechtenstein vorwiegend in Männerhand. Wie Dr. Wilfried Marxer in der Analyse zu den Landtagswahlen 2005 festhielt: "Es ist daher ratsam, den Frauenanteil von 24 Prozent im liechtensteinischen Landtag als Zwischenetappe auf dem Weg zu weiteren Fortschritten und als Ermunterung zu weiteren Aktionen anzusehen, um mit neuen Zielsetzungen den politischen Prozess auch künftig zu begleiten. Es gibt immer noch viel zu tun."
Aktionen
Die Gleichstellungskommission wird deshalb selbst aktiv und bietet für die Kandidatinnen und für die Parteien verschiedene Unterstützungen an. Zu nennen ist hier beispielsweise der Politiklehrgang sowie die Bewerbung der Homepage www.frauenwahl.li über verschiedene Werbeartikel und Zeitungsartikel.
Am 3. Dezember 2008 organisiert die Gleichstellungskommission in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle für Chancengleichheit eine Gesprächsrunde für die Landtagskandidatinnen. Die vierte Gesprächsrunde wird dazu dienen, dass sich Kandidatinnen und Wählerinnen begegnen, diskutieren und kennen lernen.

